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Donnerstag, 2. Oktober 2014

Focaccia oder die köstlichste Weise, Frust abzubauen

Jetzt mal ehrlich. Es gibt einfach solche Tage, da könnte man...
Ja, ich auch. Und wie!!!
Und was mache ich dann, wenn ich eigentlich in der Verfassung bin, ganze Badewannen kleinzuschlagen? Riiiiichtig, einen feinen Hefeteig.
Ein Hefeteig hat viele Vorteile: er ist nicht so groß wie ein Sandsack, gibt keine Widerworte, riecht gut, geht auseinander um sich dann wieder ganz klein zu machen und das Beste, man kann ganz leckere Köstlichkeiten damit machen. Und das Allerbeste, man kann sie einfrieren.

Mein Lieblingsrezept dafür ist dieses:

30 gr frische Hefe oder 21 gr Trockenhefe
(3 Päckchen à 7 gr)
30 gr Honig oder Zucker
625 ml lauwarmes Wasser
500 gr Weizenmehl (Typ 550)
500 gr Grieß oder normales Weizenmehl
30 gr Salz
etwas Mehl und Grieß zum Bestäuben
frische Rosmarinnadeln
frischer Thymian
Knoblauchzehen (ungeschält, jedoch angedrückt)
getrocknete Tomaten
Oliven
Meersalz
Olivenöl


Zubereitung:
Hefe und Honig (oder Zucker in der Hälfte des Wassers auflösen)

2. Schritt.
Auf einer großen, sauberen Arbeitsfläche (oder großen Schüssel) Mehl, Grieß und Salz anhäufen. Eine Mulde in der Mitte lassen

3. Schritt
Die Hefemischung in die Mitte gießen und nun ganz langsam in kreisförmigen Bewegungen von der Mitte bis außen die Zutaten einarbeiten, bis die gesamte Hefemischung
aufgenommen  ist. Nun die andere Hälfte des Wassers nach und nach zugießen, bis ein feuchter Teig entsteht. ggfs. etwas Wasser nachgießen.

4. Schritt
Ärmel hoch, mein Lieblingspart. Rollen, drücken, kneten und falten, das 5 Minuten lang (er kann auch ein paar Schimpfworte einstecken, macht ihm nix!). Falls Teig an den Händen kleben bleibt, etwas einmehlen.

5. Jetzt beide Hände mit Mehl bestäuben und die Teigoberfläche ebenfalls leicht bemehlen. Den Teig zu einem runden Etwas formen und auf ein Backblech legen. Mit einem Messer einritzen - dadurch geht der Teig schneller auf.

6. Lasst den Teig nun das erste Mal gehen (Oma hat ihn dazu immer mit einem Trockentuch abgedeckt und unter die zentnerschweren Federbetten gesteckt. Unsereins macht das ganze im Umluftherd bei geringster Temperatur.)

7. Der Teig hat sein Volumen verdoppelt. Es ist Zeit, die gesamte Luft herauszukriegen (mein Lieblingspart Nr.2). Kneten und klopfen kann er gut haben, ca. 1 Minute lang.

8. Schritt
Den Teig halbieren oder vierteln und ca. 1/1/2  dick oval ausrollen oder zurechtrücken. Die Focaccia dürfen rustikal aussehen. Den Teig auf ein großzügig bemehltes Blech setzen und mit Rosmarin, Thymian, Tomaten, Oliven, Knoblauch belegen. Mit den Fingerkuppen eindrücken, damit der Teig die Aromen besser aufnehmen kann. Nach ca. 45 Minuten ist der Teig auf die klassische Stärke von 3 cm aufgegangene.

15 Minuten bei maximaler Temperatur backen, bis die Laibe goldbraun sind.
(Abkühlen lassen, in Gefrierbeutel geben, sofort einfrieren
und nach Gebrauch aufbacken. Lecker!)




Mit Schinken, Salami, Kräuterbutter oder Salz/Öl servieren.

Guten Hunger!!!!







Freitag, 12. September 2014

I have killed a KÜRBIS!


Ich glaube die größte Schlacht, die man schlagen muss, um mit Hokkaidos zu kochen, ist das erlegen des Ungetüms. Diese Viecher sind so hart, dass man schon ein großes stabiles Messer mit breitem Spaltrücken haben muss, um sie zu zerlegen.

Der Rest ist dann wirklich ein Kinderspiel. Beim Einkauf überkommt mich immer das Gefühl, dass der Kürbis nie groß genug sein kann. - In meiner Küche stehe ich dann meistens wie Ochs vorm Berge und verfluche, dass ich nicht sooooo viel hungrige Mäuler zu stopfen habe. Mein Lieblingskürbisding ist eine leckere Osaft-, Ingwer-, Kürbissuppe. Geeignet für die ersten Sofaabende mit dicken Socken. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, in diesem Sommer mal NICHT in Kürbissuppenlaune gewesen zu sein.

Also den Kaventsmann erst einmal teilen und von den Kernen befreien (vielleicht ein paar Kerne einfach auf den Misthaufen schmeißen, mit etwas Glück kommt nächstes Jahr Kürbisnachwuchs :D). In kleine Stücke schneiden.









Für die Suppe eine kleine Zwiebel in Öl in einem Topf anschwitzen, bis sie glasig wird. Die Hälfte von einem mittelgroßen Kürbis dazu, salzen und pfeffern. Brutzeln lassen und mit etwas Osaft und Wasser ablöschen. Immer mal umrühren, evtl. einen Schuss Weißwein dazu.
Etwas Ingwer dazu (Vorsicht mit der Menge, kann schnell zu scharf werden):
Mit einem Messer die Stichfestigkeit des Kürbisses prüfen, bei guter "Weichheit" mit dem Mixer pürieren.



Nun abschmecken, evtl. etwas Sahne zum verfeinern, noch mal nachwürzen.
Gerne vor dem Servieren einen Hauch Creme fraiche und Balsamicoessig in die Mitte des Suppentellers. Nach Geschmack mit einem Korianderbüschel abrunden. Fertig ist der 1. Gang.









Der zweite Gang ist weniger aufwendig:

Auf ein Backblech den restlichen Kürbis legen, geschälte und kleingewürfelte Kartoffeln dazu, Rosmarinzweige darüber legen, salzen und pfeffern und mit Olivenöl überträufeln und bei 200 Grad in den Ofen schieben. Gut 20 Minuten backen lassen, zwischendurch wenden und noch etwas Öl dazu.

Mit etwas saurer Sahne und einem Rohkostsalat servieren.

Guten Hunger!!!!!